Gute Schulden vs schlechte Schulden – Wo liegt der Unterschied?

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Wenn man den Begriff “Schulden” zunächst hört, dann hat man ein schlechtes Gefühl im Magen, keine Frage. So geht es den meisten Menschen, da man Schulden immer seit je her mit etwas Schlechtem assoziiert hat. Denn Schulden bedeuten meistens, dass man einfach mehr ausgibt als man einnimmt, wodurch die eigene Lebensqualität immens eingeschränkt werden kann – je nach dem, wie hoch der eigene Schuldenstand ist.

Wenn man den Begriff Schulden so leicht erklären kann, wie kann es dann sein, dass Leute tatsächlich in die vermeintliche “Schuldenfalle” schlittern? Obwohl es doch so logisch und plausibel erscheint, nicht mehr auszugeben als einzunehmen, kann heutzutage fast jeder zehnte Deutsch seine Rechnungen nicht mehr bezahlen und verschuldet sich somit.

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Aber was genau sind die Ursachen dafür? Die Theorie der guten vs schlechten Schulden kann diese Frage womöglich ein wenig besser beantworten, oder zumindest gut durchleuchten. Folgt man dieser Theorie, dann kann man ganz klar sagen, NICHT ALLE Schulden sind grundsätzlich “schlecht” oder gefährden die private Haushaltskasse. Doch was genau hat es mit dieser Theorie nun auf sich?

Gute Schulden vs schlechte Schulden

Gute Schulden vs schlechte Schulden – der Unterschied

Grundsätzlich entstehen Schulden ja immer dann, wenn man eine Anschaffung getätigt hat, die die eigenen Einnahmen um ein Vielfaches übersteigen. Dabei muss man sich zunächst anschauen, was genau diese Anschaffungen sind. Und da kann man entweder zwischen sogenannten Konsumschulden und Investitionsschulden unterscheiden. Sowohl gute Schulden vs schlechte Schulden sind nicht gerade gut und wirken sich in einigen Bereichen eher schlecht für die Person aus. Aber bei einer Art gibt es einen klaren Vorteil, den wir im nächsten Abschnitt etwas näher erläutern werden.

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1. Konsumschulden

Diese Art von Schulden sind am häufigsten verbreitet und entstehen, wenn Sie überflüssige Dinge kaufen oder einfach unüberlegt zugreifen (Frustkäufe zählen oft auch dazu, besonders wenn sie exzessiv betrieben werden). Zum Beispiel gehören sogenannte Ratenkredit zu diesen Konsumschulden. Alles, was sich mit einem Ratenkredit kaufen lässt wie ein Fernseher, ein Auto, Handy oder eine Spielkonsole – diese Kredite stellen sich oftmals als heimtückische Falle heraus, bei der die Zinsen einfach unverschämt hoch sind. Zudem gehören sie Anschaffungen der jeweiligen Bank, solange die Raten nicht vollständig bezahlt wurden.

Somit ergibt sich für Sie kein Wert auf lange Sicht, wenn Sie einen Kreditvertrag im Rahmen einer Anschaffung eines Konsumgutes abschließen. Ganz im Gegenteil, Sie zahlen fast immer viel zu hohe Zinsen. Bei einem Leasingauto beispielsweise ist das Fahrzeug, oft auch abhängig von der Marke, knapp um 1/3 weniger wert als bei der Anschaffung. Diejenigen, die bei diesen Ratenkrediten gewinnen, sind letztendlich die Banken. Und der Kunde bzw. Konsument geht immer als Verlierer vom Platz -eindeutig schlechte Schulden!

2. Investitionsschulden

Bei der “Gute Schulden vs schlechte Schulden”-Thematik gehören die sogenannten Investitionsschulden zu den guten Schulden, da man in Güter oder Wertpapiere investiert, die mit der Absicht gekauft werden, einen Gewinn durch Wiederverkauf oder einen Cashflow zu einem späteren Zeitpunkt zu erzielen. Beispiele für Investitionen sind unter anderen Aktien, Fonds, Beteiligungen an Unternehmen, Kunst, Antiquitäten oder auch Immobilien – die wohl älteste und bekannteste Art von Investitionsgut. Immobilien werfen regelmäßig Gewinne ab, wenn sie vermietet werden. Kauft man beispielsweise eine Wohnung und vermietet diese, erzeugt man so einen Cashflow durch die monatlichen Mieteinnahmen.

Natürlich gibt es einige Sachen zu beachten, wenn man eine Eigentumswohnung kaufen möchte wie zum Beispiel den Kaufpreis, das Entwicklungspotenzial der Immobilie (Mieterhöhungen, Verkaufspreis) sowie die Höhe der Aufwendungen für den Erhalt und die Pflege der Wohnung bzw. des Hauses. Letzteres spielt insbesondere für Sie eine Rolle, da Sie für diese Kosten von ihrem bereits versteuerten Einkommen aufkommen müssen. Allerdings hat derjenige, der vermietet, auch Vorteile. Zum Beispiel können Sie bestimmte Finanzierungskosten von der Steuer absetzen, darunter fallen auch gewisse Instandhaltungskosten. Zudem müssen Sie als Vermieter nicht die Kosten für Strom, Wasser und Heizung tragen und können alle Dienstleistungen rund um die Liegenschaft vollständig absetzen.

Wie bereits erwähnt, können Investitionsgüter auch Unternehmensbeteiligungen, Kunst & Antiquitäten, Oldtimer & andere Sammlerobjekte sowie Immobilien sein. Einige dieser Optionen können durchaus lukrativ für Sie als Anleger sein, allerdings müssen Sie auch hier sich ausreichend informieren und anschließend klug investieren! Wenn Sie sich mit Kunst oder alten Fahrzeugen nicht auskennen, sollten Sie besser die Finger davon lassen. Und bei Immobilien galt und gilt immer noch – die perfekte Lage zu finden! Denn nur so können Sie sichergehen, dass Sie auf lange Sicht Ihre Investitionsschulden tilgen und im weiteren Verlauf konstant im Plus sind durch die monatlichen Einnahmen!

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