Tauschen statt kaufen: So sparen Sie Geld wie früher

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Ein Geburtstagsgeschenk, neue Kleidung oder technische Geräte wie ein neues Smartphone oder ein neuer Flachbildschirm-Fernseher – wenn wir etwas benötigen, dann ist der erste Impuls natürlich, in den Laden zu gehen oder sich auf Amazon einzuloggen und die besagte Ware zu kaufen. Sprich, wir geben Geld für das gewünschte Produkt aus.

Doch gerade in unserer heutigen Zeit, wo alle Ding praktisch am Fließband hergestellt werden, haben wir es uns angewöhnt, kaputte oder gebrauchte Dinge oft wegzuwerfen und gegen neue Güter zu ersetzen, doch das muss nicht sein! Mittlerweile kommt ein verloren geglaubter Trend wieder zum Vorschein: der Tauschhandel, der auf dem einfachen Prinzip “tauschen statt kaufen” beruht.

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Wir alle haben meistens etwas zu Hause liegen oder stehen, dass sich immer noch gut verwenden lässt. Und genau diese Dinge lassen sich gegen andere Dinge eintauschen, die mindestens noch genauso gut sind und ohne, dass wir dafür wieder unnötig Geld ausgeben müssen. Gerade wir in Deutschland sind die Spitzenreiter im Konsumieren, wie der Konsumforscher Michael Kuhndt erklärt: “Wenn alle auf der Welt so konsumieren würden wie wir in Deutschland, bräuchten wir vier Planeten.”

Tauschen statt kaufen

Welche Möglichkeiten beim Tauschhandel gibt es?

Tauschen statt kaufen wird seit Beginn der Menschheit praktiziert. Das ist auch gewissermaßen logisch, da das Konzept des bekannten Zahlungsmittels “Geld” damals noch eher unbekannt war. Später etablierte sich eine Art “Zahlungsmittel” in Form von Muscheln oder besonderen Edelsteinen. Durch den technologischen Fortschritt des Abbaus von Metall konnte man verschiedene Metalle aus der Erde gewinnen, wodurch sich nach und nach die Form des Münzgeldes durchgesetzt hat.

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Doch kann man, zumindest in einem gewissen Rahmen, zu unseren Wurzeln zurückkehren, indem man bestimmte Waren gegen andere Waren oder Dienstleistungen tauscht?

Foodsharing gegen Hunger auf der Welt: Laut Berechnungen der EU zufolge landen in der europäischen Union jährlich etwa 120 Mio. Tonnen Lebensmittel im Müll. Dies ist eine echt krasse Zahl, vor allem wenn man bedenkt, dass rund 850 Mio. Menschen auf der Welt hungern. Diesem “Foodwaste” sagt eine App des Bundesministeriums für Ernährung und Wirtschaft de erbarmungslosen Kampf an. Unter dem Motto “Zu gut für die Tonne” stellen diverse Profi- und Starköche ihre Rezepte auf der Website zur Verfügung, mit denen sich leckere Gerichte aus den Lebensmittelresten in Ihrem Kühlschrank zaubern lassen können.

Gerade bei Lebensmitteln, unserem wohl wertvollsten Gut, dass wir haben, zahlt sich das Tauschprinzip durchaus aus, da man nicht nur Geld dadurch spart, sondern auch die Umwelt weniger belastet und dabei die gesamte Familie oder sogar Nachbarschaft satt macht.

Flohmarkt-Apps boomen: Haben Sie vielleicht einen alten Plattenspieler zuhause? Oder noch gebrauchsfähige Videospiele-Konsolen oder sogar einen Gameboy Advance SP? Auf gar keinen Fall wegschmeißen! Laden Sie sich stattdessen die Flohmarkt-App SWOP herunter. Die weltweit erste wohltätige Flohmarkt-App bringt Spender und Nutzer zusammen, die sich solidarisch unter die Arme greifen. Hier finden Sie Waren oder Dienstleistungen gegen eine Spende an eine lokale Wohltätigkeitsorganisation.

So können Sie Ihre ungebrauchten Sachen nicht nur für einen guten Zweck weitergeben, sondern Sie wissen als Spender auch, wohin das Produkt geht und wer es wofür verwendet.

Kleidertauschpartys – whaaat?: Diese Partys sind nicht nur dazu gedacht, Second-Hand-Kleidung untereinander zu tauschen, sondern machen ganz nebenbei auch noch Spaß! Zudem lohnt es sich, alle drei bis vier Monate mal seinen Kleiderschrank ordentlich auszumisten und zu überprüfen, welche Sachen man wirklich nicht mehr anzieht. Das “Ausmisten” hat auch den Vorteil, dass man weniger Sachen anhäuft und Platz für neue Klamotten schafft – so nach dem Motto “Alt raus, neu rein”!

Solche Tauschpartys organisieren beispielsweise der Münchner Verein “Green City“. Zu ihren Veranstaltungen kommen nur Leute, die gebrauchte Kleidung anbieten sowie jene, die sich gleich dort neu einkleiden wollen. Natürlich müssen alle Kleidungsstücke sauber und unbeschädigt sein, die zum Tausch mitgebracht werden. Mitnehmen darf sich jeder soviel er bzw. sie will, aber natürlich im Rahmen. Die Sachen, die am Ende übrig bleiben, werden dann an eine soziale Einrichtung gespendet.

Kleidungstauschpartys sind ein bedeutendes Zeichen gegen den steigenden Modekonsum. Laut Studien kauft jeder Deutsche in etwa 60 neue Kleidungsstücke jährlich. Diese werden oft in Asien von Näherinnen produziert, die unter menschenunwürdigen Bedingungen arbeiten müssen und dafür oft einen Hungerlohn bekommen. Daher haben diese Art von Partys eine große Bereicherung für eine nachhaltige Lebensweise und Einstellung. Und ganz nebenbei findet man tolle Klamotten, für die man kein Geld ausgeben muss – das Prinzip “tauschen statt kaufen” geht hier voll auf!

Fazit

Wir alle kennen das schöne Gefühl, wenn wir ein neues Kleidungsstück anziehen oder unser neues Handy, Tablet oder Laptop auspacken und es kaum erwarten können, darauf herumzuspielen. Doch wenn Sie der Meinung sind, dass Sie auch zu den Leuten gehören, die eher dazu neigen, sofort Geld für Neues auszugeben, sollten Sie vielleicht auch einmal “tauschen statt kaufen” probieren.

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